Marienverehrung
empfangen durch Jakob Lorber

"Niemand ist heilig als der Geist Gottes allein!"
(GEJ 8, 205, 8)

GEJ 1, 108, 10-12

Jesus: »Ja, ja, Sie ist die Erste, und es wird nimmer eine mehr sein wie Sie! Aber es wird auch kommen, daß man ihr [Maria] mehr Tempel denn Mir erbauen wird, und wird sie ehren zehnfach mehr denn Mich, und wird des Glaubens sein, nur durch sie selig werden zu können!

Darum will Ich denn nun auch, daß man sie nicht zu sehr erhebe, indem sie wohl weiß, daß sie Meines Leibes Mutter ist, und auch weiß, Wer hinter diesem Leibe, den sie gebar, steckt!

Deshalb seid mit ihr überaus gut und artig, nur hütet euch davor, ihr irgend eine göttliche Verehrung zukommen zu lassen!

Jugend Jesu, 147, 2-4

Die Lahmen, die Krüppel und die sonstigen Bresthaften aber schrieen: »O du herrliche Mutter, die du halfst den Blinden, wir bitten dich, befreie auch uns von unserer großen Qual!«

Maria aber sprach: »Was rufet ihr zu mir? Ich kann euch keine Hilfe leisten; denn ich bin gleich euch nur eine schwache sterbliche Magd meines Herrn!

Aber Der, den ich auf meinen Armen trage, kann euch wohl helfen; denn in Ihm wohnt die ewige Fülle der göttlichen Allkraft!«

GEJ, 9, 195, 27

Da ging die Maria zu den Joppeern hin und sagte zu ihnen: »Liebe Freunde, preiset allein nur den Herrn, und tut nach Seinem Willen! Ich bin wohl die Mutter Seines Leibes nach Seinem ewigen Ratschluß; aber Er allein ist der Herr von Ewigkeit, und Ihm allein gehört denn auch alle Ehre, alles Lob und aller Preis in Ewigkeit! Ich für mich aber bin nur Seine Magd und lasse über mich allzeit walten Seinen Willen. Seid darum ruhig, und preiset nur den Herrn allein!«

Jugend Jesu, 5, 8-10

Maria aber, voll Demut und Freude in ihrem Herzen, sprach zum Hohenpriester:

»Würdiger Diener des Herrn in Seinem Heiligtume! O lobe mich nicht zu sehr, und erhebe mich nicht über die andern; denn diese Arbeit ist ja nicht mein Verdienst, sondern allein des Herrn, der da meine Hand leitete!

Darum sei Ihm allein ewig alles Lob, aller Ruhm, aller Preis und alle meine Liebe und alle meine Anbetung ohne Unterlaß!«

Himmelsgaben 1, S. 14, 2-4

Jesus: "Wer zum Vater will, der wende sich nur an Mich als des Vaters großen Liebling, welcher der alleinige wahre Bruder zu euch ist, voll der höchsten Liebe und Weisheit. Und so habt ihr es nicht nötig, euch an jemand andern, als gerade an Mich in allen euren Anliegen und Nöten zu wenden!

Sehet, der Gruß an Maria kam (bei der damaligen Verkündigung) aus der allerhöchsten Höhe der Heiligkeit Gottes in aller Fülle der Macht und Kraft Seines Geistes, damit euch allen die Liebe im Vater ein wahrer Bruder werde. - Nun, so fragt euch, was ihr jetzt noch mit diesem Gruße wollt? - Maria bedarf dessen nicht und dürstet auch nicht nach demselben. Und sie weiß es auch am besten von euch allen, daß Mein Ohr schärfer ist als das ihrige und Mein Auge heller als das ihre; auch daß Meine Liebe, Meine Demut und Meine Sanftmut zunichte macht die Liebe, Demut und Sanftmut aller, auch der allerseligsten Geister des Himmels.

Wahrlich, es bereitete ihr (Maria, d. Hrsg.) eure Unwissenheit und euer grober Irrtum nur Trauer, wenn Ich nicht aus Meiner übergroßen Liebe zu euch allezeit, zuvorkommend, auf Mich nähme, was an sie oder auch an einen anderen seligen Bruder von euch gerichtet wird. Siehe, daher mache ich die Ohren der Seligen (gegen solche unangebrachten Verehrungen) taub und ihre Augen blind, damit ihre Seligkeit nicht getrübt werde durch eure große Torheit."

BM 130, 1-2, 4-5

Spricht Johannes in der geistigen Welt zu Bischof Martin: »Du Freund und Bruder Martin, höre, du warst ja meines Wissens auf der Erde ein großer Freund Mariens und auch des Joseph und anderer Heiligen. Wie ist es denn, daß du dich hier gar nicht um sie zu kümmern scheinst? Auch um deine Verwandten, Vater, Mutter, Brüder und Schwestern, die vor dir hierher kamen, und noch um eine Menge anderer Verwandten und Freunde kümmerst du dich nicht! Sage mir doch, was ist denn wohl daran die Schuld?

Sie könnten ja leicht irgendwo unglücklich sein. Du bist nun ein im geistigen Leibe großer Freund des Herrn. Könntest oder wolltest du ihnen denn nicht helfen, so du sie irgendwie unglücklich wüßtest? Hast du auf der Welt doch selbst große Stücke auf die Fürbitte der Heiligen gehalten, und hier als nun Selbstheiliger, Selbstfreund des Herrn, denkst du nicht einmal daran! Sage mir, wie kommt denn das?«

Der einstige Bischof Martin antwortet: "Sollte ich hier etwa auch noch wie auf der Erde irrwähnend meinen, die seligen Bürger dieses endlos großen himmlischen Geisterreichs möchten barmherziger, liebevoller und gnädiger sein als der Herr Selbst, und Er müßte Sich etwa von ihnen zur Liebe, Erbarmung und Gnade erst bewegen lassen? O Freund, so dumm wie ich war, bin ich nun wohl - Gott sei Dank! - nimmer.

Was sind Maria und Joseph, was alle sogenannten Heiligen, was meine irdischen Eltern, Brüder und Schwestern und alle sonstigen Freunde gegen den Herrn! Habe ich ihn, was frage ich da nach 1000 Marias und Josephs, nach 1000 Eltern, nach 10000 Brüdern und Schwestern und nach einer zahllosen Menge von allerlei Freunden? Der Herr sorgt für sie alle, wie Er für mich gesorgt hat; und was braucht es dann mehr? Ich meine, jeder echte Himmelsbürger wird so denken wie ich. Denkt er aber anders, so muß er notwendig noch vollkommener sein als der Herr Selbst!"


"Nur einer ist auch der Vermittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Jesus Christus."
(1. Tim. 2, 5)

"Jesus antwortete: »Ich bin der Weg, denn ich bin die Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg zum Vater gibt es nicht. Wenn ihr dann in meinem Namen, unter Berufung auf mich, um irgendetwas bittet, werde ich es tun. So wird durch den Sohn die Herrlichkeit des Vaters offenbar werden. Ja, wenn ihr mich um etwas bittet und euch dabei auf mich beruft, werde ich eure Bitte erfüllen."
(Joh. 16, 6 und 13-14)

"Wirf dich nicht vor fremden Göttern nieder und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein leidenschaftlich liebender Gott und erwarte auch von dir ungeteilte Liebe." 
(2. Moses 20, 5)


[Jakob Lorber]