Vom Sorgen
empfangen durch Jakob Lorber

Jesus: "Der Herr sorget für alles, und die mit ihm sind, haben nicht zu sorgen, außer daß sie bei ihm verbleiben."
Ev. Bd. 1, Kap. 32, 2

Jesus: "Darum sollen die Menschen auch stets so wenig als möglich um Dinge der Welt sich sorgen, sondern allein darum, daß ihre Seele eins werde mit dem Geiste und nicht mit dem Fleische! Denn was nützt es dem Menschen, so er für sein Fleisch auch die ganze Welt gewönne, aber dafür den größten Schaden erlitte an seiner Seele? Denn auch diese ganze Welt, die wir nun in einem ziemlich weiten Umkreise schauen mit allen ihren den Wasserblasen gleich flüchtigen Herrlichkeiten, wird vergehen, und dieser ganze Himmel mit seinen Sternen auch zu seiner Zeit; aber der Geist wird bleiben ewig, so wie jegliches Meiner Worte."
Ev. Bd. 2, Kap. 132, 11

Jesus: "Ein jeder aber sorgt sich vor allem um das, was ihm am nächsten liegt. Aus dem ein geweckter Geist spricht, dessen Nächstes ist auch sein Geist, darum wird vor allem seine Sorge auch auf das gerichtet sein, was da betrifft seinen Geist; der aber noch mehr Fleisch ist und aus dem Fleische denkt und will, dem ist sein Fleisch am nächsten, und er sorgt sich darum vor allem um sein Fleisch und stellt die Sorge für den Geist in den Hintergrund. - Siehe, darin aber liegt die rechte Sorge für den Geist, daß euer Herz voll Liebe werde zu Gott und zum Nächsten"
Ev. Bd. 3, Kap 163, 1 und 3

Jesus zu einem gläubigen Herbergswirt: "Sorge dich auch nicht so sehr um dein Haus, und was die Deinen essen und trinken werden; denn das tun nur die Weltmenschen und die Heiden, die von Gott und respektive von Mir nichts wissen! Suche nach Meinem Worte nur allein das Reich Gottes und seine lichtvollste Gerechtigkeit, die da vor allem besteht in der Liebe zu Gott und zum Nächsten, so wird dir alles andere ganz frei hinzugegeben werden! So aber schon die Menschen, die zumeist nun arg und böse sind, ihre Kinder lieben und ihnen möglichst viel Gutes erweisen, um wieviel mehr wird der allgütigste Vater im Himmel das denen tun, die Er als würdig für Seine Kinder befunden hat! Oder hast du je von einem Menschen vernommen, der mit vieler und wahrer Weisheit begabt war, daß er grausam und unerbittlich hart gegen seine Nebenmenschen oder gar gegen seine Kinder gewesen wäre?!"
Ev. Bd. 6, Kap. 69, 3 und 6

Jesus: "Wer wahrhaft Mein Jünger und Nachfolger sein will und auch sein wird, wenn er es ernstlich sein will, der wird nicht zu sorgen haben für den künftigen Tag, was er essen und trinken, und womit er sich bekleiden wird, sondern er suche nur emsigst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit! Alles andere, dessen er zum Leben benötigt, wird ihm hinzugegeben werden; denn der Vater im Himmel weiß allzeit, wessen die Seinen bedürfen. Er, der das Gras auf dem Felde nährt und allen Tieren ihr Futter und ihre Kleidung verschafft, wird für jene Menschen doch wohl noch mehr sorgen, die in Seiner Liebe und in Seinem Wohlgefallen wandeln; denn ein solcher Mensch ist mehr wert denn alle Pflanzen und alle Tiere der ganzen Welt."
Ev. Bd. 6, Kap. 228, 10

Der Jüngling Jesus zu hochgestellten Römern: "Was sicher für ewig währt, das zu erreichen setzet alle eure Kräfte und Mittel in die vollste Bewegung; ums Irdische für den Leib aber sorget euch nur insoweit, als es vernunftgemäß nötig ist! Daß ein Mensch essen und trinken muß und seinen Leib schützen gegen Kälte und große Hitze, das ist eine ganz natürliche Sache; aber wer eben für den Leib mehr tut als für die Seele und am Ende gar für den Leib allein sorgt, dagegen für die Wohlfahrt der Seele gar nicht, die doch ewig leben soll, der ist ein wahrhaftigst blinder und überdummer Narr."
Ev. Bd. 7, Kap. 222, 15

Jesus: "Wer da stark im Geiste und somit im Reiche Gottes geworden ist, der wird auch ein Herr sein über die Dinge der Welt und wird niemals eine große Nährnot für seinen Leib zu erdulden haben; aber besser ist es auch für den im Geiste Erweckten, in den Gütern der Himmel Gottes zu schwelgen, aber dabei sich an den Gütern dieser Erde eine kleine Not gefallen zu lassen. Das merket euch auch und beachtet es in der Tat!"
Ev. Bd. 9, Kap. 209, 10

Jesus: "Sammelt euch allzeit Schätze, welche die Motten nicht zernagen mögen und der Rost und die Verwesung nicht zerstören können.  Hütet euch vor den Gütern und Schätzen dieser Welt; denn in ihnen ruht der arge Geist der Versuchung zu allen Sünden! So ihr denn zu Gott betet und im Herzen saget: 'Vater im Himmel, führe uns nicht in die Versuchung!', so saget, denket und wünschet, daß Er euch nicht mit vielen irdischen Gütern und Schätzen wohl versehe, sondern bittet Ihn nur um das tägliche Brot, und Er wird es euch nicht vorenthalten, da Er es wohl am besten weiß, wessen ihr bedürfet. "
Ev. Bd. 9, Kap. 210, 1-3

Ein durch Erfahrung belehrter Erzvater der Höhe bekennt vertrauensvoll: "Denn siehe, ich glaube, Der, dem die Elemente gehorchen, und der da sorgt für die ganze Erde, dessen heilige Sorge wird wohl meiner armen Hütte nicht vergessen!"
H. Bd. 1, Kap. 163, 21

Der himmlliche Vater zu einem Sorgenden: "Tue daher nur soviel als du magst und kannst, alles übrige überlasse im vollsten Vertrauen nur Mir! Und du kannst versichert sein, daß Ich alles zu einem gerechten Ziele führen werde! Wahrlich, so du Mich eine Stunde lang geliebt und ebenso lange Mir vertraut hast, so hast du mehr getan, als so du dich zehn Jahre vergeblich sorgtest und in solchen Sorgen für nichts und um nichts gar oft von Meinen Gnadenwegen dich abwendetest!"
Hi. Bd. 1, S. 271, 3-4

Der Herr: "Hast du demnach Meine Liebe, so hast du alles und brauchst dich um nichts mehr zu sorgen. Denn diese Meine Liebe sorgt schon in Sich ewig für alles und hat schon für alles gesorgt."
Hi. Bd. 2, S. 142, 9

Jesus: "Solange du dich sorgen wirst, so lange auch wird Gott nichts tun für dich! Wie du aber alle deine Sorgen auf Ihn legst und dich um nichts anderes kümmerst und sorgst als darnach nur, eben diesen wahren Gott stets mehr zu erkennen und stets mehr zu lieben, da wird dann Er dir in allem zu helfen anfangen, und alles, was du heute noch krumm ersiehst, wird morgen gerade vor dir stehen! Also kannst du darob ganz ohne Sorge sein; der Herr Himmels und der Erde wird das Beste machen für dich und fürs ganze Volk!"
Jug., Kap. 85, 7-9+17


[Jakob Lorber]